Mediation, Coaching
Druck, Herausforderung kann der Mensch an den Abgrund bringen. Oft als Seilschaft am Berg unterwegs, habe ich bemerkt, dass genau in diesen Situationen vom Gegenüber der Baustein zur Lösung kommt. Dies ermöglicht allen Beteiligten zu Entwickeln. "2 Way Learning" Auf allen Seiten wird also gelernt. Druck ist somit nichts Schlechtes, schliesslich entsteht nur unter Druck aus Grafit ein Diamant. Der Schlüssel sind die Umstände, sie müssen den Druck transformieren die zur Veredelung dient. Wir Menschen können uns dabei gegenseitig helfen.


Lösungsansätze
Erlebnispädagogik
Körperliche Tätigkeiten, Abgeschiedenheit in der Natur, Off line ohne Natel, diese Faktoren führen zu einer Situation wo echte Begegnung möglich ist und zwischenmenschliche Fenster öffnen. Neue Erkenntnisse entstehen durch Erleben und im Gespräch mit dem Gegenüber. Ist Abstand vom Alten gewonnen, kann Neues erkannt, und zurück in den Alltag mitgenommen werden.

Mediation
Konflikte sind oft festgefahrene Situationen, welche mit einer Aussensicht aufgebrochen und in lösungsorientiertes Handeln gewandelt werden können. Ob das innere Konflikte mit sich selbst oder äussere Konflikte mit seinem Umfeld sind, beide Problematiken wirken oft überlagernd. Neutrale Hilfestellung von ausserhalb hilft oft die Problematik zu ordnen und zu gewichten. Lösungsansätze fruchten dort wo die Beteiligten, oft mit Unterstützung die Fähigkeit erlangen ihre Verhaltensmuster zu verändern und anfangen einer Lösung zu dienen.

Angst bewältigen
Angst ist unangenehm und lähmend. Sie ist aber eine zentrale Einrichtung der Natur uns zu schützen. Nur wenn wir die Angst zulassen und sie hereinbitten kann sie uns sagen, warum sie da ist. Haben wir gute Argumente und Fähigkeiten um ihr zu begegnen, können wir sie entkräften. Gelingt das nicht darfst du ihr dankbar sein, dich vor der Gefahr gewarnt zu haben.

MOMENTNATUR ein Wortspiel?
Momentnatur birgt die Inschrift für ein gesundes, vitales nährendes Leben für Körper und Geist.
Nahe an unserer Natur, nahe an der mentalen, emotionalen und physiologischen Balance zu sein empfinden viele von uns als erfüllt, zufrieden und gelassen sein, wir fühlen uns genährt und erholt. Neugier und Kreativität, Unternehmungslust und Experimentierfreudigkeit entsteht aus genau solchen Momenten. Was sind Momente eigentlich? Der Moment ist ein Ort, der der Zeit entspringt und auf einen Ort im Raum projiziert ist. Der dritte nötige Faktor bin ich als Mensch. Damit ein Moment entsteht, muss genau an diesem Ort zu dieser Zeit das Ich zur Stelle sein. Das Ich? Das Ich! Ich bin nicht der Körper. Ich bin weder meine Gedanken noch meine Emotionen. Ich bin! Und ich bin da, wo meine Aufmerksamkeit ist. Das ist der einzige Moment, der ich erleben kann zu jeder gegebenen Zeit.
Die Homöostase beschreibt das Gleichgewicht eines lebendigen Organismus in Harmonie. Sie ist jedoch ein theoretischer Zustand, denn das totale Gleichgewicht lässt sich nicht erhalten in einem instabilen System. So sind unsere Momente im Leben auch er Labilität unterworfen. Das Leben spült uns schliesslich vom morgen bis abends äussere, so wie innere Herausforderungen in unsere zahllosen Momente eines Tages, die es zu «stabilisieren» gilt.
Nur wenn wir es schaffen mit unserem Bewusstsein all die Einflüsse zu erkennen, einzuordnen und angemessen auf sie zu reagieren, können wir nahe an unserem inneren Gleichgewicht verweilen und aus diesem heraus kraftvoll, konstruktiv und nährend für uns und unser Umfeld wirken.
Momentnatur ist viel mehr als ein Wortspiel, es ist die Aufgabe, die uns jeden Tag gestellt wird. Möglichst viele Momente am Tag möglichst nahe an unserer Natur zu sein ist die tägliche Aufgabe, um mental und körperlich zu gedeihen.
Warum ist Momentnatur wichtig?
Nun, wenn man das oben Formulierte negativ formuliert, sind wir bei vielen Ursachen angelangt, die Menschen in den psychischen, physischen und schliesslich in den finanziellen Abgrund führen.
Ein Beispiel:
Ich richte mich an Anderen und mache vor allem, was Andere machen. Was ich tun würde, wäre etwas anderes.
Ich kenne meine Natur, meine Bedürfnisse nicht und kann sie dadurch auch nicht realisieren. Weil ich meine Natur nicht kenne, setze ich mich oft selbst herab. Ich übergehe mich oft, dadurch wird mein Selbstwert sabotiert, ich bin getrennt von meiner Natur.
Ich bin müde und schlapp und bin auch nicht mehr neugierig oder kreativ. Zunehmend gelähmt vor Angst, wird versagen real. Wird dies zum Dauerzustand, wirkt Destruktion, schlechter Schlaf, Dauermüdigkeit, Depression. Körperliche Beschwerden, Angstzustände, Burnout, Selbstverletzung (sich schneiden, Drogenkonsum usw.). Dies ist nur eine von vielen Abwärtsspiralen.
Die Auswirkung nach innen, also hin zur betroffenen Person ist eine Seite der Medaille, projiziert die Person die Konflikte im Aussen, erscheint die andere Seite der Medaille. Aggression, Gewalt, störendes Wirken, Destruktion usw. wirken auf das Umfeld.
Gerade Kinder und Jugendliche sind oft Spielball solcher Kräfte und haben durch ihre begrenze Lebenserfahrung wenig Tools in ihrer Toolbox um Ihr psychisches, und oft physisches Gleichgewicht zu erhalten. Leider wird die, nach innen gerichtete Destruktion erst viel später erkannt, da sie schleichend einzieht und das Umfeld nicht tangiert. Die nach aussen wirkenden Mechanismen wie Gewalt usw. sind viel augenfälliger. Sie werden oft früh erkannt. Hier spielt der gesellschaftliche Druck ins Schema zu passen eine grosse Rolle. Was für das Umfeld bequem ist, ist bedauerlicherweise für ein Individuum oft destruktiv.
"Artgerechte Haltung", oder was uns gedeihen lässt.
Dies wäre ein wünschenswerter Zustand für alles auf diesem Planeten. Ob Mensch, Tier oder Pflanze, wir alle benötigen genug, aber nicht zu viel von allen essenziellen Dingen, die unser Gedeihen erfordert. Für uns Menschen heisst das, nebst den richtigen Nährstoffen und Mineralien, auch Bewegung, Geborgenheit, geliebt werden, die Fähigkeit zu lieben, eine sinnvolle Aufgabe haben und vieles mehr. Fehlt, oder hat es von einem Baustein zu viel, regelt das Gesetz des Minimum/Maximum wie viel von unserem Potenzial, zur Entfaltung kommt. (Dr. Michael Nehls im Buch; Das Litiumkomplot) Nur zu oft haben wir deswegen den Tank halb leer, oder segeln Halbmast.
Artgerechte Haltung entsteht nicht von selbst.
Oft sind die gesellschaftlichen Einwirkungen auf uns alles andere als hilfreich. Toxische Umfelder und Beziehungen, sind ausbeuterisch und destruktiv. Diese gibt es in der Arbeits- so wie im privaten Umfeld. Ohne gesunden Selbstwert und den nötigen Tools sich im Geschehen zu behaupten, landen wir im Mangel oder im Überschuss. Diese Situationen kennen wir alle, meistens schaffen wir es uns selbst zu helfen. Wir werfen den Rettungsanker, um uns wieder zu regulieren und ins Lot zu kommen. Schaffen wir das über längere Zeit nicht, ist Hilfe von aussen die einzige Chance auf ein Rettungsanker.
Momentnatur, dein Rettungsanker von aussen.
Durch meine über 30-jährige Arbeit mit Menschen am Berg, habe ich gelernt, selbst in stürmischen Zeiten mein Gleichgewicht zu wahren und meine Kreativität und mein Leistungspotential zu erhalten. Erfolg im Bergsport bedingt jedoch nicht nur sich selbst zu managen, sondern auch den Menschen im direkten Umfeld zu ihrem vollen Potential zu "ver"helfen. Mit gemeinsamen Erlebnissen in der Natur, lernst du dein Momentnatur leben. Viele der Erfolgsformeln sind allgemeingültig und funktionieren später genauso gut im Alltag. Erlebnispädagogik, ein Modewort, der Inhalt begleitet unsere Gesellschaft bereits so lange, wie die Schiffe übers Meer Segeln oder die Leute in die Berge gehen. Nebst dem Weg der Erkenntnis von "try and error", was den Haudegen unter uns vorbehalten ist, beruht die Weiterentwicklung vielen von uns auf Erlebnissen unter Obhut anderer Menschen, einem Mentor. Erkennen, ordnen, Gelerntes jederzeit und überall anzuwenden, auf seine eigenen Fähigkeiten vertrauen lernen, das ist der Weg zu deinem Momentnatur. Die Stärke erwacht in unserem Innern. Die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen, macht uns frei zu wirken.
Momentnatur hilft übrigens nicht bei Husten und Heiserkeit, hilft jedoch es nicht zu bekommen:-))
